Gästebuch
der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e.V.
Wir
sind sehr interessiert an Ihrer Meinung. Dieses Gästebuch soll Ihnen die
Möglichkeit geben, an einer öffentlichen Diskussion zum Thema Neumarktbebauung
aktiv teilzunehmen. Bitte tragen Sie sich in folgendes Formular ein. Ihr Beitrag wird zu einem
späteren Zeitpunkt freigeschaltet.
Die Zuschriften spiegeln die Meinungen der jeweiligen Verfasser wider, stimmen aber nicht zwingend mit der Meinung der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V. überein. Wir distanzieren uns aber grundsätzlich von
- allen Einträgen, die rechts- oder linksextremistisches Gedankengut
- oder persönliche Beleidigungen enthalten.
Auch soll dieses Gästebuch nicht dazu dienen, Meinungen zu anderen Dresdner Themen (beispielsweise
Waldschlößchenbrücke) oder überregionalen Themen kundzutun.
Solche Beiträge werden von uns gelöscht bzw. erst gar nicht freigeschaltet.
Wir bitten dafür um Verständnis.
Es wird gebeten, die maximale Textlänge von 1500 Zeichen zu beachten. Aufeinanderfolgende "Mehrteiler" können im Interesse der Lesbarkeit nicht mehr freigeschaltet werden!
@Siegmar Baumgärtel: Diverse Umfragen haben nun einmal ein Ergebnis aufgewiesen, daß man daraus eine herrschende Meinung ableiten kann. Selbstverständlich akzeptiere ich Mindermeinungen (auch die haben sich aus den Ergebnissen herauskristallisiert), aber wenn diese, wie gerade in Dresden zumeist auch noch an herausragender Schaltstelle vertreten (Bauamt, Baubürgermeister, etc.) ihre Ansichten dominant verwalten und durchsetzen und damit undemokratisch walten, dann hat das schon diktatorische Züge. Etwas ziviler ausgedrückt kann man vielleicht besser von Rücksichtslosigkeit, Borniertheit, Egoismus oder Beratungsresistenz sprechen.
Darüber hinaus denke ich sehr wohl - und die Bewegungen in vielen deutschen Städten belegen dies ja sehr eindeutig - daß die Mehrheit der Bürger sich eine harmonischere, kleinteiligere, an vergangenen Epochen angelehnte und mit deren Stilmitteln spielende Architektur wünscht, eben auch etwas für das Auge. Leider gibt es viel zu wenige Architekten, die das begriffen haben und viel mehr: Dies auch umsetzen KÖNNEN.
24.01.2012 00:12, Siegmar Baumgärtel de Dresden :
@Peter Thelen
In Dresden wird zwar viel und kontrovers über Stadtentwicklung, Architektur und Geschichte diskutiert, aber eher selten auf diesem intellektuellen Niveau der NZZ (und ihrer offensichtlichen Leser). Die Dresdner werden davon auch wenig mitbekommen, weil hier ohnehin kaum einer solche Blätter liest ;-)
In diesem Fall ist dies aber schade, denn der Artikel trifft tatsächlich den Kern der "Dresdner Debatte", wenn auch ein wenig hochtrabend formuliert. Beleidigt wird allerdings niemand, nur "Fanatiker" der einen oder der anderen extremen Meinung könnten sich "getroffen" fühlen. Aber die wollen ja gar nicht diskutieren und um die beste Lösung ringen, sondern nur ihre "herrschende" Meinung durchsetzen.
Den Satz "Feuersturm ... übrigens von der Schweiz finanziert" hätte ich gern näher erläutert und belegt.
23.01.2012 22:55, Siegmar Baumgärtel de Dresden :
Ist es nur der falsche Ton, wenn Oliver aus NRW von "herrschender Meinung" schreibt? Seine Meinung und die der Befürworter der Rekonstruktion soll die herrschende sein? Das klingt nach Diktatur, obwohl er gerade Diktatur in der gleichen Zuschrift kritisiert! In einer Demokratie darf es aber mehrere Meinungen geben, notfalls auch die von Minderheiten. In einigen Jahren kann (!) es ohnehin wieder eine ganz andere "vorherrschende" Meinung in Architekturfragen geben. Und in Dresden, dies kann ich ganz gut beurteilen, gibt es nicht nur diese von ihm zitierte"herrschende Meinung". Viele wollen den historischen Neumarkt, aber eben nicht überall - und deshalb ist niemand gleich "verblendet".
23.01.2012 21:29, Peter Thelen de Beschwerde an NZZ Red.-Leitung :
att:
NZZ
Redaktionsleitung
S. g. Herr Holderegger,
Die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) betreibt seit Jahren eine Diffamierungskampagne gegen das Prinzip der wissenschaftlichen Rekonstruktion und besonders gegen die Stadt Dresden. Der aktuelle Artikel ist also nichts Neues. Eine Besonderheit gibt es allerdings dieses mal:
Während die NZZ bisher nur versuchte, Agitation gegen die Dresdner Barockarchitektur zu betreiben, richtet sich die Diffamierung diesmal direkt gegen die Menschen in Dresden: eine "multiple Persönlichkeit", d.h. eine schwere psychische Störung, unterstellt man der gesamten Stadt. Der Tenor des Artikels versucht, die Dresdner als "dumme" Menschen und "psychisch kranke Nostalgiker" darzustellen. Von dem Massenmord an Flüchtlingen im Feuersturm, der die Stadt auf 15 Km² auslöschte - übrigens von der Schweiz finanziert - kein Wort.
Dies hat nichts mit seriösem Journalismus zu tun. Es ist inzwischen klar zu sehen, dass bestimmte Kreise einen Wiederaufbau der Kunst-und Kulturstadt mit allen Mitteln verhindern wollen. Da man es bisher nicht geschafft hat, die hervorragende Arbeit der GHND zu verhindern, versucht man es nun statt auf der "Disneyland"-Schiene mit der Unterstellung, die ganze Stadt sei "psychisch krank".
Die NZZ sollte sich bei den Dresdnern für diese ungeheure Beleidigung einer ganzen Personengruppe öffentlich entschuldigen.
m.v.H.
Peter Thelen
Tib.Pr. d. Berliner Hochschulen
23.01.2012 09:25, Oliver de NRW :
...und wieder so ein Modernist (Jürgen Tietz): "Zusammen mit dem Altmarkt und dem 1969 eröffneten Kulturpalast bildet die Wilsdruffer Strasse ein aussagekräftiges städtebauliches Ensemble – doch leider eines, das bis heute nicht in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz steht."
Wenn ich so einen Nonsens lese vergeht mir die Lust mich mit den Vertretern der Moderne überhaupt noch zu unterhalten.
Aufgrund des von einigen Wenigen festgelegten Gustos, daß Rekonstruktion so etwas wie Kitsch bedeute, wähnen sich die Verfechter der sogenannten Moderne oder des zeitgenössischen Bauens wie immer hoch zu Ross.
Es ist wie in einer Diktatur: Hier begreift das kleine Grüpplein Verblendeter einfach nicht, daß ihre Zeit abgelaufen ist und die herrschende Meinung eine ganz andere ist.
Jeder sollte sich in dem Zusammenhang die Frage beantworten, ob München Kitsch ist bzw. wie es sein kann, daß eine so rekonstruierte Stadt als die Schönste Deutschlands gilt.
22.01.2012 13:44, Ludwig, Bernd E. de Dresden :
In der Tat, Herr Tietz hat mehr als nachlässig in Dresden recherchiert und besorgt die Geschäfte der nicht lernfähigen Bauhaus - Fraktion mit einem Journalismus
b e l i e b i g s t e r Art, der in die Mottenkiste
gehört. Man kann den Eindruck gewinnen, er berichtet von einer gänzlich anderen Stadt. Vielleicht war er gar nicht in Dresden ? Bei den Eidgenossen gibt es sicher nur Bauten aus Ziegeln ? Beton scheint dort als legitimer Baustoff völlig unbekannt zu sein. - Dem Beitrag v. Herrn R. Winkler, (Dresden) ist kaum etwas hinzu zu fügen. Danke.
22.01.2012 01:14, Straube de München :
Wenn ich das richtig sehe, wird direkt neben dem wiedererstehenden Postkartenmotiv Kopfbau Rampische Straße die Einfahrt zur Tiefgarage sein? Sieht ja jetzt schon schlimm aus!
21.01.2012 21:02, Rolf Winkler de Dresden :
Ach Herr Tietz, wollen Sie den braven Dresdnern etwa faule Eier schmackhaft machen, sie andernfalls auf die Freudsche Couch schicken?
Die Baumeister der Vergangenheit haben in ihrem Taten große phantasievolle Bauten mit einem unerschöpflichen Formenreichtum an Gebäuden geschaffen. Kaum eins gleicht dem anderen.
Mit der globalen Investitionsarchitektur hat sich diese Vielfalt erschöpft. Das Ergebnis sind sinnleere Geschäftsmodelle, leerstehende Bürobauten … ohne Architektur und Seele, eben die amorphen Ausblühungen der kapitalistischen Produktionsweise.
Doch in zwei Punkten haben Sie recht: Denkmalgeschützte Gebäude werden zu Tausenden(!) allein in Sachsen nicht wertgeschätzt und dem Verfall preisgegeben. Und zweitens, daß hinter den zurückgeholten Barockfassaden Beton steckt und beanstanden den darunter fehlenden wahren Geist des Barock.
Doch warum die meisten Bauten in Beton (der immer Wärmedämmung erfordert) und nicht aus Ziegel errichtet werden, bleiben Sie schuldig. Womöglich wissen Sie es nicht. Sie suggerieren die Geistlosigkeit der Wiedererrichtung.
Es ist unschwer zu erkennen, daß Sie sich libkind machen wollen und die von Ihnen so hochgeschriebene Arch.beliebigkeit – Sie schwärmen von wunderbarer, qualitätsvoller zeitgenössischer Architektur – gerade den Dresdnern, mit ihrer Liebe zum Wahren, Schönen und Traditionellen, als aufgeklärt verkaufen wollen. Das ist armselig. Denn beliebig, Herr Tietz, waren die Sachsen noch nie.
21.01.2012 15:56, Lamberto de Köln :
Ich finde den Beitrag in der NZZ empörend. Der Autor ist entweder Schweizer, dann sei ihm die Unkenntnis vielleicht nachgesehen, oder er ist von der Klötzchen-Fraktion gekauft. Es gibt nach meiner Wahrnehmung keinen Streit zwischen Traditionalisten und Modernisten in Dresden. Es gibt vielmehr eine Stadtverwaltung, die sich mit aller Gewalt nach Gutsherrenart gegen den eindeutigen Willen der überwältigenden Mehrheit des Souveräns (nämlich der mündigen Wähler, die das ohne Weiteres alleine entscheiden können) stemmt. Und der Souverän will die Mitte Dresdens in alter Herrlichkeit wiederentstehen lassen und kein "Gelsenkirchen II". Die jetzige Wildsdruffer Straße, gedachter Aufmarschplatz eines blutrünstigen Systems, als Zeugnis der stalinistischen SED-Diktatur bewahren zu wollen, ist schon fast zynisch (wobei die älteren Teile ja gar nicht übel sind, die neueren Teile schlicht nichtssagend). Auch die den im "III. Reich" errichteten Gebäude findet heute niemand nur deshalb erhaltenswert, weil sie in dieser finsteren Epoche gebaut wurden. Ich bleibe dabei: Was am Neumarkt entsteht, ist - bei allen kleineren Fehlern -großartig. Auch in München interessiert sich heute keiner mehr dafür, dass an der Ludwigstraße kein Gebäude älter als 60 Jahre ist. Weiter so, GHND!
06.01.2012 21:29, Micha de DD :
B.E. Ludwig/Dresden hat Recht. Das Johanneum als Ausstellungsgebäude für die mittlerweile umfangreiche Sammlung des Verkehrsmuseums ist tatsächlich zu klein geworden. Die bestehenden Exponate fügen sich zwar gut ein aber eine Erweiterung der Sammlung ist tatsächlich nicht mehr möglich. Es wäre nur ein Jammer wenn die Exponate aus dem Stadtzentrum, also aus dem Fokus der Bürger und Touristen an den Rand in irgendeiner alten Werkshalle ihr Dasein fristen würden. Vielleicht findet sich noch ein geeigneter Platz in Zentrumsnähe. Den Ausdruck "miefig-popelig", wie von Lamberto/Köln kann ich aber für diese wunderbare Ausstellung nicht hinnehmen.
03.01.2012 19:13, B. E. Ludwig de Dresden :
Zu Herrn Lamberto/Köln:"miefig - popelig" ist d. Johanneum in seinem Ausstellungsbereich nicht. Das ist etwas hart formuliert.Sicher, die Ausstellungsfläche reicht für d. Vielzahl d. Exponate, u.a. d. Salonwagen d. Königs, nicht aus. Es gibt Überlegungen, d.Verkehrsmuseum in einen histor. Bahnhof zu verlagern, wo Platz ist, große Objekte wirkungsvoll zu zeigen.In einem haben Sie recht: man könnte hinter d. Fassade ein Kunstmuseum vermuten. Bis 1945 war dies so. Im Johanneum war d. "Histor. Museum". Zu den kostbaren Beständen zählten Militaria,Orientalica,Gemälde
,Grafiken, Möbel, Gläser d. Hofkellerei,Kostüme, sowie d. Gewehrgalerie im Langen Gang, wo sich d. Ahnengalerie d. Wettiner befand. 1942 wurde d. Histor. Museum geschl., Jahre davor lagerte man wertvollste Stücke aus. Vieles kam nach dem Königstein, wurde dort von d. Sowj. Trophäenorgan. beschlagnahmt, gelangte als "Beutekunst" in d. UdSSR. Neben d. Kunstgewerbemus. beklagt d. Histor. Museum im Johanneum d. weitaus größten Verluste an BEUTEKUNST!
02.01.2012 19:42, Micha de DD :
@Lamberto aus Köln:
Muss denn in dem herrlichen Johanneum so etwas Miefig-Popeliges wie ausgerechnet ein Verkehrsmuseum untergebracht sein?
Ja, es muss! Das Verkehrsmuseum in der Dresdner Innenstadt bietet als technische Ausstellung einen abwechslungsreichen Kontrast zwischen den vielen Kunstmuseen. Die Ausstellung selbst ist gelungen umgesetzt und fügt sich seit 1956 perfekt in das Johanneum ein. Bevor Sie aus dem fernen Köln das Dresdner Verkehrsmuseum hier so unberechtigt heruntermachen, empfehle ich Ihnen vorher dringend einen Besuch dieser Sehenswürdigkeit.
Gruß, Micha
29.12.2011 15:52, Tobi und Lars de Hochheim am Main :
Hallo, wir haben am 23.12. die Gelegenheit genutzt, uns den Pavillon am Pirnaischen Platz anzuschauen. Eine schöne und informative Ausstellung.
Mit entsetzen haben wir die Fassaden der neuen Altmarkt-Galerie gesehen. Da sieht man mal wieder, was die aktuelle Architektur zu bieten hat. NICHTS. Grausam. Nun ja, bummeln wir halt über den Neumarkt.
Alles Gute und viel Erfolg in 2012.
Gruß an die netten Damen im Pavillon mit dem duftenden Kaffee.
Lars und Tobi
27.12.2011 14:23, Lamberto de Köln :
Prachtvoll, was u.a. dank der unermüdlichen Arbeit des Neumarktvereins aus der verlorenen Dresdener Altstadt geworden ist und vielleicht noch wird. Wie sähe es hier heute ohne diese Bemühungen aus? Innerstädtisches Autobahnkreuz mit angeschlossener Hochhaussiedlung vermutlich (siehe Berlin - Potsdamer Platz). Ich hoffe mit den noch fehlenden Quartieren geht es so wie bisher weiter und wünsche dabei dem Neumarktverein viel Kraft und Mut. Bei allen Mängeln: Was da geworden ist und vielleicht noch wird, stellt städtebaulich nahezu alles in den Schatten, was in Deutschland sonst so an Wiederaufbauarbeit geleistet wurde.
Eine Frage sei aber doch erlaubt: Muss denn in dem herrlichen Johanneum so etwas Miefig-Popeliges wie ausgerechnet ein Verkehrsmuseum untergebracht sein? Kann da nicht ein schöne Kunstsammlung gezeigt und das Verkehrszeug in eine Brache im Industriegebiet ausgelagert werden.
25.12.2011 21:39, B. E. Ludwig de Dresden :
Wie ein opulentes Weihnachtsgeschenk an die
Dresdner nimmt es sich aus: das neue Hotel an der Schlossstraße. BAYWOBAU, Herr Dietze und die Investoren haben hier ein Bauwerk geschaffen, welches in die Zukunft der Dresdner Architektur in diesem Bereich der Stadt weisen kann. Schon jetzt überrascht eine Füller reicher, baulicher Details, wie Vasen, Ornamente, Portale, die der Betrachter mit Freude sieht. - DAFÜR DANKE ! -
Die hohen Erwartungen an das Haus wurden nicht enttäuscht.
Einigermaßen fügen sich hier auch die
r e l a t i v unaufdringlichen, modernistischen Ergänzungs - Bauten in den ansonsten stimmigen Baukomplex ein.
Vor allem ist nach wie vor am Neumarkt (und auch anderswo in Dresden ) Sensibilität und Respekt vor den Werken der alten Architekten gefragt, neben denen sich heutige, " moderne" Bauten ganz selbstverständlich kümmerlich, phantasielos und ärmlich ausnehmen !
"S E H T A U F D I E S E S T A D T !
20.12.2011 12:15, Oliver de NRW :
Schöne Dezemberphotos! Bei der Betrachtung der Ergebnisse in Q7 und 8 bleibt festzustellen, daß die "modernen" Füllbauten die Gesamtwirkung beeinträchtigen, sie stören das Gefüge und verhindern ein harmonisches Gesamterlebnis. Der Füllbau in der Salzgasse (33?) ist einfach nur eine Frechheit ggüber den Rekonstruktionen zu beiden Seiten.
Was die heutige Architektur zu bieten hat ist einfach nur armselig, gefühlsarm, kalt und häßlich!
Es wird Zeit, den in allen deutschen Städten entstandenen Schund zu entfernen und unseren Städten wieder ein Stück Seele und Ihre Identität zurückzugeben: Durch Rekonstruktion als legitimes und gleichwertiges Mittel neben dem grundsätzlichen Gedanken des Denkmalschutzes!
Ich sage es ganz offen: Ich habe die Schnauze voll von dem modernen Kubenabfall, mit welchem uns eine Gilde beglückt, die sich selbst "Architekten" nennt, in Wirklichkeit aber nur SW-Anwender von Statik-, Kuben- und Baustoffprogrammen sind.
Früher wurden Städte behutsam gebaut und entwickelt mit dem Ziel etwas schönes zu erschaffen. Heute reagiert die Nachgeburt des Bauhaus, es dominiert das Abartige!
20.12.2011 02:47, Kai de NYC :
Wie viele Millionen würde es denn ungefähr kosten die Häuser auf der Wilsdruffer aufzukaufen, damit man damit machen kann, was man will?
17.12.2011 17:17, Oliver de NRW :
"Allerdings rechnete SPD-Stadtrat Axel Bergmann vor, dass die Stadt rund fünf Millionen Euro für die kleine grüne Oase bezahlen muss..."
600.000 EUR kostet die Begrünung. Der Rest sind Gelder, die die Stadt nur kalkulatorisch hat bzw. die sie selbst in Ihrer Eigensinnigkeit verursacht hat. Wozu um alles in der Welt benötigte man z.B. die Ausschreibung um einen Wettbewerb? Dieser Unsinn wird ausschließlich vom Stadtplaungsamt und seinen Helfershelfern verursacht. Ich würde zumindest diesen Betrag dort in Form von Gehaltskürzungen oder am besten gleich Stellenstreichungen realisieren. Das hätte noch einen klaren Vorteil: Damit wäre dem Bürgerwillen am ehesten Rechnung getragen, säße diese Verhindererfraktion nicht mehr in Amt und Speck.
16.12.2011 17:38, dd de dd :
Nach dem SZ-Beitrag vom 6.12.11 sind "acht Prozent ... langfristig dafür, die Nachkriegsbauten an der Wilsdruffer Straße abzureißen
und durch Neubauten der Straße ihre Breite zu nehmen."
Genau in letzterem aber liegt das Problem. Viele fürchten, das in Form von Neubauten etwas ähnliches wie am anderen Ende
die Altmarktgalerie entstehen könnte und so zu einer zusätzlichen Verschandelung führt.
Paar gute Entwürfe wären also vonnöten, die garantieren, dass nicht modern, sondern in Anlehnung an den historischen Zustand
gebaut wird, vielleicht gar mit einigen Fassadenrekonstruktionen.
Dies würde sicherlich viele ermutigen, ihre Einstellung zugunsten dieser Variante nochmals zu überdenken
Die Vorteile liegen auf der Hand.
- besserer Gesamteindruck der Wilsdruffer Str.
- mehr Durchbrüche zum Neumarkt und somit dessen bessere Einbindung ins Stadtbild.
- die Neumarktrekonstruktion kann in diesem Bereich tatsächlich vollendet werden und bricht nicht
an einigen quer stehenden Häuserwänden ab
Da ein Gebäude(teil)abbruch erst in ca. 20 Jahren in Frage kommt, ist auch noch genügend Zeit, wirklich gute Alternativen ins Gespräch zu bringen.
06.12.2011 22:30, Helge S. de Lübeck :
"Und das Kapital darf nur bauen, was die Stadt erlaubt."
Und die Entscheidungsträger der Stadt sind eben gekauft. Nur so lassen sich diese bürgerfeindlichen Entscheidungen begreifen.